Reisebericht Ferienwoche Kärnten / Slowenien vom 9.-16. Sept. 2017

Es sind nun schon 4 Wochen seit unserer Rückkehr aus dem schönen Kärnten vergangen. Ich habe  hier einen kleinen Ablauf dieser Reise und 2-3 Randbemerkungen aufgeschrieben, welche euch das lesen vielleicht ein bisschen versüssen. Zudem will ich schon hier anmerken, dass sich der Schreiber nicht auf der ganzen Reise bei der Gruppe befand, sondern hin und wieder eine eigene Tour gefahren ist. Somit kenne ich leider nicht alle Details gewisser Tage, und kann diese auch nicht beschreiben. 
  
Tag 1, Samstag 09.09.17
Treffpunkt und Beginn der Reise war für fast alle zu früher Morgenstunde die Autobahnraststätte Bergsboden-Süd am Walensee. Nach Kaffee, Gipfel und einer kurzen Einweisung von Walti, über das Fahren in der Gruppe, machten wir uns auf den Weg Richtung Saalbach (A). Über den Arlberg lief es trotz dem gesperrten Tunnel überraschend gut. Nach einem kurzen Halt in der Raststätte Troffana Tyrol fuhren wir weiter auf der Autobahn bis Telfs. Dann via Leutasch, Mittenwald und ab Wallgau  entlang der Isar über eine kleine, wunderschöne private Waldstrasse. Im Gasthof Post in Vorderriss machten wir Halt für unsere Mittagsrast. So näherten wir uns langsam aber beständig dem Hotel Sonnegg in Saalbach. Nach dieser ca. 500 km langen Etappe erwarteten uns Ezio, Sabine und Klaus, welche selbständig  anreisten, bereits im Hotel.

Wetter: Kühl und bewölkt aber trocken.
  
Tag 2, Sonntag 10.09.17
Nach einem sehr reichhaltigen Frühstück machten wir uns um 10 Uhr auf die Fahrt, der mit 200 Km relativ kurzen Etappe. Unser Tourenwart hat kurz nach dem Start sein Flair, wie zu Beginn des Jahres im Schwarzwald schon gezeigt, unter Beweis gestellt ;-) . Nach der kurzen Warmfahrschlaufe fuhren wir via der Hochkönigstrasse, St. Johann im Pongau, Obertauern und der Turracherhöhe unserem Ziel St. Oswald entgegen. Im Hotel Hinteregger angekommen, gab es verschiedene Möglichkeiten die Motorräder für die Nacht abzustellen. Es waren dies der Vorplatz des Hotels, eine Garage die kurzerhand geräumt wurde oder der Heuboden. Rolf erklomm diesen mit seinem Töff als erster, jedoch wurde sein Vorhaben durch ein zu kurzes Bein im falschen Moment abrupt gestoppt, und er rutschte mir auf dem Bauch entgegen. Motorrad und Fahrer, das sei an dieser Stelle gesagt, blieben unversehrt.

Wetter: Regen, Platzregen, Nieselregen… kurz gesagt durften wir an diesem Tag den Regen in allen Varianten kennenlernen.
  
Tag 3 + 4, Montag 11.09. + Dienstag 12.09.17
Der Montag und Diestag wurde weiterhin von Regen in allen Varianten dominiert. Das Töfffahren wurde an diesen beiden Tagen von den meisten Teilnehmern gemieden, stattdessen wurde das Römerbad in Bad Kleinkirchheim und ein „allerlei“ Museum in Villach besucht. R&R* trotzten jedoch allen Widrigkeiten und unternahmen an beiden Tagen interessante Touren, welche bei schönem Wetter bestimmt noch schöner gewesen wären.

R&R Tour von Montag: St. Oswald - Glanz - Gailtal - Tarvisio - über den Predilpass - auf den Mangart-Sattel, von wo aus man sicherlich eine schöne Aussicht hätte. Weiter entlang der Soca (leider ohne das erhoffte blaue Wasser) - über den Vršič-Pass, am Ort Kranjska Gora vorbei - über den Wurzenpass wieder nach Österreich. Dann via Bad Bleiberg - Villach - Äussere Einöde zurück nach St. Oswald.

R&R Tour von Dienstag: St. Oswald - Radenthein, entlang dem Ossiacher See in Richtung Feldkirch in Kärnten, Klagenfurt am Wörthersee - nach Norden bis Sankt Salvador und von dort aus via Strassburg, Frauenstein, Simonhöhe und Köttwein wieder zurück nach St Oswald. Diese Strecke war aus dem Tourenfahrer Magazin und dort als Insidertour betitelt, ich kann nur sagen, diesen Namen hat sie verdient.

*Anmerkung: R&R = Rolf und Roman
  
Tag 5, Mittwoch 13.09.17
Nach einer kleinen Diskussion und vielseitigen Abklärungen hat man beschlossen es zu riskieren über die möglicherweise schon verschneite Nockalmstrasse zu fahren. Da Rolf und ich an diesem Tag Bekannte in der Steiermark besuchten, kann ich nicht mehr dazu sagen.

R&R Tour von Mittwoch: St. Oswald – Radenthein – Faakersee – Loibelpass – Kokrica – Korka – Jezersko – Seebergsattel. Kaum wieder in Östereich sind wir rechts abgebogen und mutterseelenalleine, durch eine wunderschöne Berglandschaft und etwa 30 Kilometer Naturstrasse durch Slovenien nach Črna na Koroškem gefahren. Weiter via Poljana – Dravograd – Radlije ob Dravi – über den Radelpass nach Eibiswald, wieder nach Österreich. Dort machten wir einen Besuch bei Hermi und ihrer Familie, wo ich als kleiner Junge mit den Eltern in den Ferien war. Rolf erzählte von einer schönen BMW Club Ferienwoche, welche die älteren Teilnehmer sicher noch in guter Erinnerung haben. Nach einer längeren Pause ging es heimwärts, über den Sobothpass – Lavamünd – Griffen, ab da bis Klagenfurt auf der Autobahn. Ab hier war es endgültig dunkel, da wir beinahe alleine auf der Strasse unterwegs waren, konnten wir den grössten Teil der letzten 60 Km mit Scheinwerfer via Moosburg – Feldkirchen in Kärnten – Himmelberg zurück nach St. Oswald fahren.

Dies sind die Fakten aus Rolf GPS, es war eine längere, aber sehr schöne Fahrt.

Wetter: Das Wetter zeigte sich uns (heute) von einer bereits fast unbekannten Seite, es war leicht bewölkt, aber trocken und mild.
  
Tag 6, Donnerstag 14.09.2017
An diesem Donnerstag mit besserem Wetter als die meisten erwarteten, verliessen wir Kärnten über den Staller Sattel in Richtung der Dolomiten. Da die Strasse dort relativ eng ist und die Kurven entsprechend steil sind, ist die Durchfahrt zeitlich geregelt. Nach einer kleinen Pause im Tal mussten wir auf der Passhöhe des Staller Sattels nicht mehr lange warten bis wir talwärts fahren konnten. Nach dem Furkelpass, dem zweiten und letzten Pass für diesen Tag, erreichten wir und das Hotel Condor in St. Vigil bereits am früheren Nachmittag. Die Zeit bis zum Nachtessen wurde ganz individuell genutzt. Die Auswahl reichte von Wellness mit Massagen, Sauna oder Dampfbad bis zu einem Einkaufsbummel im Dorfkern. Im Anflug auf den Staller Sattel haben uns heute Lucia und Urs in Richtung Heimat verlassen.
  
Tag 7, Freitag 15.09.17
Heute stand bei strahlend blauem Himmel eine Tour durch die Dolomiten auf dem Programm. Wir (R&R) sind kurz vor der Gruppe gestartet, da wir uns für den heutigen Tag 2-3 zusätzliche Pässe in den Kopf gesetzt hatten. Wir sind am Abend fast zeitglich mit dem Rest der Reisegruppe im Hotel angekommen. Leider mussten wir dort von zwei erschöpften Motorrädern erfahren, welche der hohen Kilometerzahl des Tages nicht gewachsen waren, und sich im Stillstand hinlegen wollten.  Denn Fahrern und Sozias ist zum Glück nicht passiert. Und so konnten wir alle den letzten Abend unserer Ferienreise bei einem leider nicht ganz warmen Stück Fleisch ausklingen lassen.
  
Tag 8, Samstag 16.9.17
Nun ist der Tag des Abschieds gekommen und die Wege trennten sich in ganz unterschiedliche Richtungen. Sabine und Klaus wollten das schöne Wetter am Nachmittag für die Rückreise nutzen, und starteten deshalb erst später. Die Gruppe fuhr, geführt von Hanspeter und Walti, zum Endpunkt der Reise am Walensee. Rolf und ich starteten schon etwas früher, und fuhren noch ein wenig durch die Dolomiten, und zum Schluss über den Gaviapass Richtung Bormio, wo wir noch eine Übernachtung einlegten. Am Sonntag ging es vom Agriturismo Raethia via der schönen Seenrunde oberhalb von Valdidentro gegen Livigno. Nach dem Bernia- und Julierpass fuhren wir auf direktem Weg nach Hause. Wir hatten Glück und blieben beinahe trocken.
  
Hoffentlich konnte ich euch mit diesen Worten die Erlebnisse und Routen dieser Woche ein wenig näher bringen, und den einen oder anderen dazu ermuntern, das nächstes Mal auch mit dabei zu sein. Nicht zuletzt möchte ich mich bei den Organisatoren für die gute Planung und Umsetzung bedanken. Es hat einmal mehr Spass gemacht.
  
Roman Steinmann
  

Einige Bilder der Ferienreise

> Bilder von Yolanda Müller

> Bilder von Lucia Bachmann